Schon in den frühen Kindheitstagen war meine Begegnung mit der Fotografie einprägsam und richtungweisend.

grosseltern ahrensburg1Ich, ausgelagert im Bestreben meiner Eltern dem Wirtschaftswunder "Wachstum und Wohlstand" gerecht zu werden, verbrachte viele meiner Kindersommer bei meinen Großeltern.
Sie scheuten weder Kosten noch Mühen mich auszustatten und dort begegnete ich erstmals auch einem Berufsfotografen, bei dem ich erste Modelerfahrungen vor der Kamera sammeln durfte.

Später durfte ich mich auf den mühsam zusammengesparten Familienreisen mit meinem Bruder vor der ersten Schneewehe am Großglockner-Pass und anderen bildwirksamen Motiven positionieren. Meine Eltern griffen dann zur „Agfa-Clack“ für bleibende Momente im Familienalbum...


Die große Lebensepoche „Schule“ verbrachte ich begeistert mit Langeweile und dem Zeichnen von Burgen, Ruinen und Landkarten.
Beim Musikunterricht wurde ich von der pädagogischen Lehrerkoryphäe freigestellt, da ich beim Singen den richtigen Ton wohl immer nur umkreiste, was letztlich aber nichts an meiner lebenslangen Liebe zur Musik ändern konnte.

Erst in meiner Ausbildung zum Werbegestalter hatte ich eine erste dauerhafte Begegnung mit meiner karmischen Begierde, einer Pentax Spotmatic F.
Der erste Schwarzweißfilm war ein Desaster. In der firmeneigenen Dunkelkammer, in der wir Siebdruckvorlagen beschichteten, entwickelte ich meinen Film bei Rotlicht. Trotz der überraschend klar strukturierten „Bildsprache“, nämlich einem gleichmäßigen Nichts, erkannte ich mein Potential und fand in der örtlichen Privatfotografin der tonangebenden Tageszeitung eine geduldige und fachlich versierte Meisterin, die ihr Wissen mit mir teilte.
Sie beflügelte meine Begeisterung für das Entstehen von Bildern in den Entwicklerschalen, mit den typischen Gerüchen von Dunkelkammerchemie und den vielschichtigen Möglichkeiten, die fotografische Bildausdrucksweise kennen zu lernen.
Ich ermöglichte ihr dafür den Zugang zu besseren Objektiven, indem ich oft ihre alten übernahm, um so das Nachempfinden auf ein stimmiges Niveau zu heben.


Doch meine Emanzipation erfolgte unweigerlich und wenige Jahre später leitete ich den örtlichen Fotoclub und teilte mein Wissen, gab selbst VHS-Kurse und Bildungsurlaube für kreativität suchende Persönlichkeiten.


Es entstanden diverse Ausstellungen über einen einzigartigen Hainbuchen-Urwald, den ich viele Jahre im Werden und Verfallen begleitete, sowie zum Jahr des Kindes und anderen Zeitthemen.
Ständiges Lernen sowie die Begeisterung für Begegnungen mit Fotografenvorbildern begleiteten meinen Weg und vervollständigten den Hang zum perfekten Fine Art Print.

Buecherstube


Es folgte eine gut zehnjährige Exkursion in einen anderen Bereich, während der ich zwar nicht lernte, wie ich meinen Namen tanzen muss, die mir aber ganzheitliche Betrachtungsweisen eröffnete, z.B. was den Menschen zum Menschen machen kann.
In dieser Zeit konzipierte ich einen Buchhandel mit pädagogischem Anhang, den ich kulturell attraktiv füllen und gestalten konnte. Goetheanische Raumgestaltung durchzog die „Stätte der Begegnung“ und vervollständigte mein Lebensbild.

 

 

 



wege

Auf der Suche nach neuen, erweiterten Ausdrucksmöglichkeiten führte mich mein Weg zur Dia-AV, sogenannten Diaporamen, einer Bildsprache, die ihren Ursprung im Französischen hat. Erlebnisse und Inhalte nur durch Bilder und Musik auszudrücken und zu vermitteln, faszinierte mich viele Jahre.

So entstanden Werke wie „Die Moldau“, „In den Hallen des Bergkönigs“, „Kunst im öffentlichen Raum“, sowie einige Reiseschauen wie „Gotland – eine schwedische Insel“, „Island im Spiel der Elemente“ usw.
Es folgten schöne, erlebnisreiche Aufträge für Hapag-Lloyd Kreuzfahrten auf der MS-Europa, die ich mit wohlklingenden Titeln wie „Fünf Sterne und Meer“ und „Zuhause in der Welt“ und bis zu acht Projektoren werbewirksam zur Geltung bringen durfte.


Doch die persönliche Entwicklung bleibt im Idealfall nie stehen und will immer ins „W e i t e r-Höher-Besser“.



Heute, vorläufig angekommen im digitalen Zeitalter und den damit verbundenen Möglichkeiten, seine Vorstellungen zu visualisieren und fast alles in ansprechende Bildsprachen prägen zu können, führt der Weg weiter zu vielen Formen des Kommunikationsdesigns.
Webanwendungen, Bücher, Cover- und Broschürengestaltung erfüllen meinen Alltag bereits seit über 25 Jahren mit spannenden Aufgaben und Leben.

spiegelungen


Geboren wurde ich seinerzeit im Frühling, einer Zeit der intensivsten Veränderungen, dem Wunder von Form- und Lebensbildung und der Energie, die alles vorantreibt und sich in einer unerschöpflichen Vielfalt offenbart; die Zeit, die uns aufzeigt, wie kreativ und genial das Leben ist.

Das ist ein gutes biografisches Geschenk, das meinen Weg wesentlich begleitet, mich motiviert und meine treibende Kraft ist und bleibt.

In diesem Sinne - together we go